Weiterhin, dass der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, und seine Gefährten eine bestimme Sache nicht gemacht haben, heißt nicht, dass diese nicht rechtmäßig ist. Der Beweis liegt in der Aussage des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: "Wer immer im Islam eine gute Handlung etabliert ...", die früher angeführt wurde. Dies ist der stärkste Beweis, der ermutigt, diejenige Handlung zu etablieren, die im religiösen Recht das Islam fundiert ist, selbst wenn der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, und seine Gefährten sie nicht vollzogen haben. Asch-Schafi'i sagt: "Alles, was eine Grundlage im religiösen Recht hat, ist keine Neuerung, selbst wenn die Gefährten sie nicht vollzogen haben, denn ihre Nichthandlung kann aus einem bestimmten Grund geschehen sein, den sie zu ihrer Zeit hatten. Oder sie ließen es beiseite für etwas besseres, oder auch, weil sie nichts davon wußten." Deshalb hat derjenige, der etwas verbietet auf der Grundlage, dass der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, es nicht getan hat, keinen Beweis und muss zurückgewiesen werden.
Was wir den Gegnern des Maulids sagen, ist folgendes: Ausgehend von der Regeln, die ihr versucht, zu gründen, gilt, dass alles, was der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, oder seine Gefährten nicht getan hat, eine Neuerung ist. Daraus folgt, dass der Gesandte, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, nicht den Din für seine Ummah vollendet hätte und dass der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, der Ummah nicht das weitergegeben hätte, was sie zu tun hat. Niemand wird dies sagen, außer einem Abweichler, der den Din von Allah verlässt.
An die Zweifler über den Maulid erklären wir: "Auf der Grundlage dessen, was ihr sagt, beurteilen wir euch." Denn ihr habt in der Grundlage der Anbetung eine große Menge an Dingen eingeführt, die weder der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, noch seine Gefährten, noch die Nachfolger, noch deren Nachfolger gemacht hatten. Dazu gehört z.B. die Versammlung der Leute im Salat al-Tahadschud nach dem Salat al-Tarawih in den beiden Haramain, oder auch in anderen Moscheen. Dazu zählt auch die 27. Nacht im Ramadan, um in den beiden Haramain das Lesen des Qur'an zu vollenden. Wir sind nicht gegen diese Dinge, denn sie sind Formen guter Neuerungen. Wir führen sie nur auf, um den Gegnern des Maulid zu zeigen, dass sie ihren eigenen Regeln widersprechen. Und da sie behaupten, dass jede Neuerung schlecht sei, machen sie sich selbst schuldig.
Eine weitere Behauptung ist die, dass diejenigen, die die Geburt des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, erinnern, ungebührlich und unmoralisch seien. Dies ist eine vulgäre Aussage und spiegelt nur den Charakter dessen wieder, der dies sagt. Sind all diese herausragenden Gelehrten, die wir anführten, in der Meinung der Gegner des Maulids, ungebührlich und unmoralisch? Dies ist eine schwerwiegende Verleumdung. Wir sagen dazu mit den Worten des Dichters: "Wenn Allah eine Tugend verbreiten will, die verborgen war, dann führt er die Zunge eines Neidischen, um sie bekannt zu machen."
Ein gutes Beispiel lässt sich finden in den wohlbekannten Worten, die von dem vornehmen Imam al-Kamal ibn al-Hammam al-Hanafi dem Autor von Fath il-Qadir fi Manasik al-Farisi übermittelt wurden. Als Imam Abu Hanifa Medina besuchte, stand er vor dem ehrenwerten Grab des Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, und sagte: "Oh, Ehrenwertester der Zwei Gewichtigen [Menschheit und Dschinn]! Oh, Schatz der Menschheit, breite deine Großzügigkeit über mich aus und stelle mich zufrieden mit deiner Zufriedenheit. Ich suche nach deiner Großzügigkeit, und es gibt in der Welt niemanden für Abu Hanifa, als dich." Wir dürfen diese Aussagen nicht missverstehen, sondern müssen ihre wirkliche Bedeutung realisieren.
Ein weiteres Missverständnis derjenigen, die gegen den Maulid stehen, kann in Behauptungen wie diese gesehen werden: "Was während eines Maulids geschieht, ist die Vermischung von Männern und Frauen, Singen und Spielen von Musikinstrumenten, und das Trinken von Alkohol." Da ich an vielen Maulids teilgenommen habe, weiß ich, dass dies eine Lüge ist, und dass keine der beschriebenen Dinge dabei erscheinen. Was die Rauschzustände betrifft, so ist dies nicht die Trunkenheit der weltlichen Menschen. Wir finden dort Leute, die berauscht sind von der Liebe zu Rasul, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben; ein Zustand, der selbst den Todeskampf überwindet, was wir auch wissen von unserem Meister Bilal in der Stunde seines Todes. Während seines Sterbens sagte er: "Morgen werde ich die Geliebten treffen; Muhammad und seine Gefährten."
Wir beenden diesen Text mit den Worten des Gesandten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, die von Abu Ja'la, von Hudhaifa überliefert wurden und über die Ibn Kathir sagte: "Seine Kette der Übermittlung ist gut." Abu Ja'la sagte: "Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: "Eines der Dinge, die mich wegen meiner Gemeinde sorgen, ist ein Mann, der den Qur'an studiert, und wenn dessen Gnade beginnt, auf ihn zu scheinen und er die Form eines Muslims annimmt, dann wird er dieses hinter sich werfen und seinem Nachbarn mit einem Schwert hinterhergehen und ihn beschuldigen, dass er Allah Partner beigesellt." Ich fragte ihn dann: "Oh Rasul, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, welcher ist des Schirk schuldiger, der Ankläger oder der Angeschuldigte?" Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, antwortete: "Es ist der Anklagende."²
Wir schließen mit dem Lobpreis Allahs, sowie Segen und Frieden auf unserem Meister Muhammad, seiner Familie und seinen Gefährten.